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Interview mit Virginia Beljean

Jobsharing als Studentin

"Ich empfehle allen, die die Möglichkeit haben, einmal ein Jobsharing auszuprobieren. Sowohl als Student und Jobsharing-Interessierter, aber auch als Arbeitgeber! Es lohnt sich."


Kannst du Dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Virginia, ich bin 24 Jahre alt und studiere berufsbegleitend im 8. Semester Kommunikation an der HWZ, vorher habe ich 4 Semester lang BWL an der HSLU studiert und dann gewechselt.

 

Du hast als Studentin im Jobsharing gearbeitet, warum?

Nach dem Abschluss der eidgenössischen Matura habe ich mich entschieden, berufsbegleitend zu studieren. Ich habe deshalb zuerst nach einem einjährigen Praktikum gesucht, denn dies war eine der Aufnahmebedingungen. Nach einem Jahr habe ich mit meinem ehemaligen Arbeitgeber, der INTUS AG in Affoltern am Albis, den Arbeitsvertrag verlängert, da mir die Stelle und die Firma sehr zugesagt hat. Da ich aber neben dem Studium nur 60% arbeiten konnte, habe ich eine Jobsharing-Partnerin in meinem Alter erhalten. Wir haben uns gut verstanden und uns den Job zuerst zu 60% und 40% geteilt, danach hat meine Partnerin ebenfalls auf 60% erhöht, so dass wir einen Tag gemeinsam hatten. Kurz darauf habe ich dann auf 80& erhöht. Grundsätzlich habe ich mich für Jobsharing entschieden, weil ich so neben meinem Studium den Job behalten konnte und die Arbeit trotzdem erledigt werden konnte. So war sowohl mir als auch meiner Jobsharing-Partnerin und der Arbeitgeberin geholfen.

 

Was waren wichtige Fragen und Themen, die ihr zu Beginn erstmals klären musstet?

Eigentlich gab es ziemlich wenig, das zu klären war. Wir haben die Wochentage aufgeteilt und abgemacht, dass alle Aufgaben in der Verantwortung von beiden liegen, so dass auch die Ferienvertretung funktioniert. Ansonsten war es ziemlich unkompliziert und genau deshalb auch gut. Intern sorgte das Jobsharing manchmal ein bisschen für Verwirrung (wer ist wann da?), aber auch das hat sich schnell geklärt, weil man sich mit den gleichen Anliegen an beide Personen wenden konnte.

 

Wie sah Euer Jobsharing ganz praktisch aus (Wie hast du das kombiniert mit Studium)?

Als ich in Luzern war hatte ich jeweils Di und Do Nachmittag frei, um in die Schule zu gehen. Nachher an der HWZ jeweils den ganzen Freitag.

 

Was sind die größten Vorteile, vielleicht aber auch Herausforderungen?

Die Freiheit, die man durch Jobsharing gewinnt, ist ein riesiger Vorteil. Man kann beruhigt das Büro verlassen, weil man weiss, dass sich die Partnerin um die anfallenden Arbeiten kümmert. Zudem hat man immer eine Person, mit der man sich austauschen und so auch für die Arbeitgeberin optimalere Lösungen oder Verbesserungen erarbeiten kann. Herausforderungen sind die optimale Abstimmung und Kommunikation untereinander, so dass man Bescheid gibt, was man bereits gemacht hat, was noch ansteht und so weiter. Konkret: Das alles gemacht und trotzdem nicht doppelt gearbeitet wird und der Übergang fliessend ist.

   

Hast du  noch eine Botschaft an alle Jobsharing-Interessierten bzw alle Studenten?

Ich empfehle allen, die die Möglichkeit haben, einmal ein Jobsharing auszuprobieren. Sowohl als Student und Jobsharing-Interessierter, aber auch als Arbeitgeber! Es lohnt sich.


Danke Dir Ginie für das Interview! 21.04. 2017, S. Müller