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Interview mit Franziska Schori

Co-Leitung einer Geschäftsstelle der UBS in Bern  

"Nicht nur ihre Mitarbeiter sind mit diesem Modell zufrieden, sondern auch die Kunden, welche die beiden Führungspersönlichkeiten durch langjährige Treue bestätigen."




Seit mehr als 8 Jahren führt Franziska Schori im Kader-Jobsharing zusammen mit ihrer Co-Leitung eine Geschäftsstelle der UBS in Bern mit zwei Teams. Da unter anderem auch bei Ferienabwesenheit immer eine Ansprechperson anwesend ist, sind nicht nur ihre Mitarbeiter mit diesem Modell zufrieden sondern auch die Kunden, welche die beiden Führungspersönlichkeiten durch langjährige Treue bestätigen. Die beiden Leiter teilen sich die Stelle nach Aufgabengebiet und somit nach ihren persönlichen Stärken auf. Davon profitiert die Grossbank, da sich die Stärken zweier Persönlichkeiten in einer Stelle vereinen.

 

Franziska Schori findet das Arbeitsmodell Kader-Jobsharing eine tolle Win-Win-Situation: die Grossbank profitiert von zwei sich gut ergänzenden Personen, was sich auf den Erfolg positiv auswirkt. Die Leiter können als Führungspersonen schwierige Probleme und die Herausforderungen des Finanzsektors zusammen angehen und lösen. Ein Vorteil ist auch, dass die Summe der Stellenprozente nicht zwingend 100 % sein muss, da ein Leiter 100 % und der andere 80 % arbeitet. In Vollzeitstellen umgerechnet wären diese 2 Personen mit jeweils 100 %. Die Grossbank erreicht somit eine Lohnersparnis von 20 %.

 

Auf die Frage, was sie an interessierten Kader-Jobsharing-Personen weitergeben möchte, lautet die Antwort von Franziska Schori: "Eine interessierte Person sollte unbedingt teamorientiert sein und kein Einzelkämpfer. Es braucht der Wille zur Zusammenarbeit, empathische Fähigkeiten, Kompromissbereitschaft und der Wille Erfolg aber auch Misserfolg zusammen zu teilen. Es ist kein Job für Einzelkämpfer und Egomanen! Die wichtigste Anforderung an einen Kader-Jobsharing-Partner ist aber die Chemie. Sie muss stimmen! Sonst funktionieren weder ein Job- noch ein Kader-Jobsharing."

 

Ich danke Frau Schori für das offene und persönliche Interview. 27.01.2017, S. Müller